Initiative Deutschlandtakt

Revolution der Planung

Der Deutschlandtakt ist mehr als ein Fahrplan — er ist eine Revolution der Planung. Statt von politischen Zielen auszugehen, wird der Fahrplan zur Grundlage aller Entscheidungen.

Historisch betrachtet basierten Bauprojekte wie die Strecke Hannover–Würzburg oder die Verbindung Köln–Frankfurt auf Zielfahrzeiten für den Personenfernverkehr — nicht jedoch auf fahrplantechnischen Überlegungen für das Gesamtnetz. Der Bundesverkehrswegeplan 2003 orientierte sich an Nachfrageprognosen, ohne konkrete Zugfrequenzen zu definieren.

Erst der Fahrplan, dann der Beton: Die Infrastruktur ergibt sich aus dem Takt — nicht der Takt aus der zufällig vorhandenen Infrastruktur.

Die Machbarkeitsstudie von 2015 durchbrach dieses Muster erstmals: Sie stellte ein Linienkonzept mit definierten Zugfrequenzen dar und bewies, dass eine fahrplanbasierte Analyse des Bedarfs an Neubauten möglich ist. Nachfolgende Zielfahrpläne verfeinerten diese Logik, integrierten den Güterverkehr und bestimmten die Infrastruktur auf Basis realistischer Fahrpläne statt umgekehrt.

Vom Ziel zur Schiene

Mit dem Beschleunigungsgesetz 2023 wurde diese revolutionäre Planungsmethode schließlich rechtlich verankert. Damit ist der Zielfahrplan nicht länger eine Idee, sondern Maßstab für den Ausbau des Netzes.

Kurz gesagt: Wir fragen zuerst, wann welche Züge fahren sollen — und leiten daraus ab, welche Strecken ausgebaut werden müssen, damit die Anschlüsse passen.

In drei Schritten gedacht

Erst der Fahrplan

Züge fahren jede Stunde – auf wichtigen Strecken halbstündlich – immer zur selben Minute. Leicht zu merken und verlässlich.

Dann die Infrastruktur

Aus dem Zielfahrplan wird abgeleitet, was gebaut werden muss. Engpässe werden gezielt aufgelöst statt teurer Einzelprojekte.

Anschluss im ganzen Land

In Knotenbahnhöfen treffen sich die Linien und ermöglichen kurze, sichere Umstiege – bis zur entferntesten Regionalbuslinie.